Die Coca de Forner oder Panader ist ein sehr typisches, längliches Fladenbrot aus Katalonien, das ursprünglich aus einfachem Brotteig zubereitet, mit Olivenöl bestrichen, mit Pinienkernen und Zucker bestreut und nach dem Backen mit Anis besprüht wurde. Einfach und sehr wirkungsvoll.

Diese Cocas dienten dazu, wenn die Öfen maurisch oder drehbar waren, den Ofen zu setzen und zu temperieren und außerdem Dampf für das spätere Brotbacken zu erzeugen. Die sehr hohe Temperatur machte die Coca außen sehr knusprig und durch den Zucker karamellisiert, innen aber durch die kurze Backzeit weich.

Alles Vorherige erzählt viel besser als ich und aus eigener Erfahrung, die ich nicht habe, Jordi Mercadé hier. Wie er sagt, weiß man nicht, wie der Brauch entstand, die Cocas mit Anis zu beträufeln, aber wir sind uns alle einig, dass es eine großartige Erfindung ist.

Es handelt sich also um einen ganz einfachen Teig, in dem die ganze Weisheit des Brotbackens steckt. Himmel, wie kitschig ich werde, das muss der Anis sein… Los geht's.

Traditionelles Rezept für Coca de Forner

 

ZUTATEN

Vorteig:

  • 30 g starkes Mehl
  • 30 g Wasser
  • 1 g Trockenhefe für Bäcker (3 g frische Hefe)

Coca-Teig:

  • Der obige Vorteig
  • 140 g starkes Mehl
  • 100 g normales Weizenmehl aus dem Supermarkt
  • 20 g Weizengrieß (optional)
  • 1 g Trockenhefe für Bäcker (3 g frische Hefe)
  • 150 g Wasser
  • 1,3 g Salz
  • 20 g natives Olivenöl

Zum Fertigstellen:

  • Pinienkerne nach Geschmack
  • Zucker nach Geschmack
  • Ein guter Schuss Anis

ZUBEREITUNG

VORTEIG

  1. Vermische die Zutaten für den Vorteig in einer Schüssel, ohne zu kneten, am Vorabend. Abdecken und die ganze Nacht bei Raumtemperatur ruhen lassen. Wenn du den Vorteig im Sommer ansetzt, reicht dir wahrscheinlich die Hälfte dieser Hefemenge.
  2. Die Pinienkerne, die du verwenden wirst, legst du ebenfalls in eine Schüssel mit Wasser. Das ist ein Tipp von Xavier Barriga, damit sie beim Backen der Cocas nicht verbrennen.

COCA-TEIG

  1. Gib in die Schüssel einer Küchenmaschine alle Zutaten außer dem Vorteig, dem Öl und dem Salz. Auf niedriger Stufe mischen, abdecken und 30 Minuten Autolyse ruhen lassen (erleichtert das spätere Kneten).
  2. Füge nach der Ruhezeit den Vorteig, das Öl und das Salz hinzu.
  3. Beginne nun in Zyklen von 1-2 Minuten zu kneten, gefolgt von Ruhephasen von 10 Minuten, bis du einen feinen, elastischen Teig erhältst, der recht klebrig sein wird; das ist normal.
  4. Forme aus dem Teig eine Kugel und lege sie in eine geölte Schüssel. Abdecken und gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  5. Stürze den gegärten Teig auf die reichlich bemehlte Arbeitsfläche, falte ihn längs in drei Teile, wie einen Briefbogen, drücke ihn ganz leicht mit den Fingern flach und lege den Teig auf ein Backpapier.
  6. Ziehe ihn etwas auseinander, indem du die Finger darunter schiebst, bis eine Coca mit einem Finger Dicke entsteht.
  7. Abdecken und erneut gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen mindestens auf 240° vorheizen, gerne auch höher, wenn dein Ofen das schafft.
  8. Wenn die Coca aufgegangen ist, bestreiche sie großzügig mit Olivenöl. Streue zuerst die Pinienkerne und dann den Zucker darüber.
  9. Ziehe das Papier auf ein Backblech (perforierte Bleche sind ideal für ein schnelles und effektives Backen des Teigs) und backe die Coca 15 Minuten ohne Umluft. Dann die Temperatur auf 200° senken und weitere 5 Minuten backen, damit die Coca schön goldbraun wird und austrocknet, am besten mit Umluft.
  10. Fülle einen Küchen-Spritzbehälter mit dem Anis und besprühe die Coca großzügig, sobald sie aus dem Ofen kommt. Auf einem Gitter auskühlen lassen; sie ist sofort bereit zum Essen, denn da sie so dünn ist, kühlt sie rasch ab.

     

     

    Da habt ihr das Rezept für die Coca de forner, so zufriedenstellend, dass ihr sie immer wieder backen werdet. Ehrenwort eines Hobby-forner.

     

    Rezeptautor: Miriam von El Invitado de Winter

    Kommentare

    Claudia sagte:

    Hola Gema, no hace falta que pongas nada, a falta de la sémola de trigo. Un saludo!!

    Claudia sagte:

    Verdad que sí, Gloria? Por algo es un clásico, un saludo!

    Gema sagte:

    Me encanta esta coca! Una pregunta: si no tenemos sémola de trigo duro, ponemos la cantidad equivalente de harina normal o no ponemos nada?

    Gloria Vázquez sagte:

    Tan sencilla y tan rica, una de mis preferidas. Gracias

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